
DJ Vertrag: Diese Punkte sichern deine Gage
Ein DJ Vertrag klingt nach Papierkram. Dabei ist er das Beste, was deiner Gage passieren kann: Er hält fest, was du lieferst, was es kostet und wann gezahlt wird.
In diesem Beitrag bekommst du alle Punkte, die in deinen Vertrag gehören, als Checkliste. Dazu, wie du Anzahlung, Verlängerung und Storno regelst und den Vertrag gleich im Angebot einsetzt. So sichern diese Punkte deine Gage, bevor der erste Song läuft.
Inhalt dieses Beitrags
Warum ein DJ Vertrag deine Gage schützt
Ein Vertrag muss in der Regel nicht schriftlich sein, auch eine mündliche Absprache gilt. Das Problem: Gibt es Streit, musst du beweisen, was ihr ausgemacht habt.
Und Streit entsteht fast immer an denselben Stellen. Ging die Party bis eins oder bis drei? War das Licht im Preis? Was ist, wenn die Feier abgesagt wird?
Was vereinbart ist, steht schwarz auf weiß. Auch der Preis für die Verlängerung um zwei Uhr nachts.
Mit Unterschrift und Anzahlung ist der Tag verbindlich. Für dich und für deinen Kunden.
Ein klarer Vertrag zeigt dem Kunden, dass er einen Profi bucht. Das stärkt auch deinen Preis.
Besonders lohnt sich ein DJ Vertrag bei Hochzeiten. Zwischen Buchung und Feier liegen oft Monate. In dieser Zeit weiß niemand mehr genau, was am Telefon gesagt wurde.
Checkliste: Was in deinen Vertrag gehört
Einen fertigen Mustervertrag zum Download bekommst du hier nicht. Jeder DJ arbeitet anders, und eine Vorlage aus dem Netz passt selten genau zu dir.
Was du bekommst, sind die Punkte, die in keinem Vertrag für DJs fehlen sollten. Hak sie ab, bevor du deine nächste Vorlage verschickst.
- Vertragsparteien: dein Name oder Firmenname und der Kunde, beide mit Anschrift
- Datum, Ort und Zeiten: Aufbau, Spielbeginn und Spielende
- Leistung: Musik, Moderation, Ton, Licht und Vorgespräch
- Gage als Pauschale, mit Hinweis, ob Umsatzsteuer enthalten ist
- Anzahlung und Restzahlung, jeweils mit festem Termin
- Verlängerungsstunde mit festem Preis
- Anfahrt: im Preis enthalten oder extra
- Technik, Strom und Stellfläche vor Ort
- Verpflegung für dich am Abend
- Musikwünsche und Ablauf: bis wann sie bei dir sind
- Ausfall und Krankheit: Ersatz-DJ oder Geld zurück
- Stornoregelung mit Staffel
- GEMA: wer die Feier anmeldet, falls nötig
- Haftung für Schäden an deiner Technik durch Gäste
Die meisten Punkte erklären sich von selbst. Bei vier lohnt sich ein genauer Blick, weil dort später am häufigsten nachgefragt wird.
Schreib nicht nur die Spielzeit auf, sondern auch, ab wann du in den Raum darfst. Sonst stehst du mit voller Technik vor einer verschlossenen Tür.
Musik, Moderation, Licht, Mikrofon für Reden, Vorgespräch. Was nicht drinsteht, wird später zur Verhandlungssache.
Wie viel Platz brauchst du, wo ist die nächste Steckdose? Halte fest, dass der Kunde beides bereitstellt.
Leg einen Termin fest, bis wann Wünsche und Ablauf bei dir sind. So bereitest du dich in Ruhe vor.
Und die Gage selbst? Die schreibst du als Pauschale in den Vertrag, mit allem, was drinsteckt: Vorgespräch, Aufbau, Technik und Anfahrt. Woher die Zahl kommt, zeige ich dir im Beitrag DJ Gage pro Auftritt.
Anzahlung, Restzahlung und Verlängerung
Hier entscheidet sich, ob deine Gage wirklich sicher ist. Drei Dinge regelst du mit festen Beträgen und festen Terminen.
- Anzahlung: Ein fester Betrag, fällig kurz nach der Unterschrift. Schreib in den Vertrag, dass der Termin erst mit der Anzahlung fest gebucht ist.
- Restzahlung: Der Rest mit festem Datum, zum Beispiel eine Woche vor der Feier per Überweisung.
- Verlängerung: Ein fester Preis je angefangene Stunde, den der Kunde schon vorher kennt.
Wie hoch deine Anzahlung ist, entscheidest du selbst. Wichtig ist nur, dass sie einen festen Termin hat und im Vertrag steht, was mit ihr bei einer Absage passiert.
Die Verlängerungsstunde kostet im Beispiel rund 110 €: Stundensatz plus Gewinn plus Steuer-Rücklage. Technik und Anfahrt sind mit der Pauschale schon bezahlt.
Für Anzahlung und Rest schreibst du jeweils eine Rechnung. Was alles darauf gehört, liest du im Beitrag DJ Rechnung schreiben.
Ausfall, Krankheit und Storno
Zwei Fälle regelst du am besten, bevor sie eintreten: Du fällst aus, oder dein Kunde sagt ab. Beides fühlt sich bei der Buchung weit weg an. Genau deshalb gehört es in deinen DJ Vertrag.
Schreib hinein, was bei Krankheit passiert: Du stellst einen gleichwertigen Ersatz-DJ, oder der Kunde bekommt das bereits gezahlte Geld zurück.
Eine Stornoregelung legt fest, wie viel der Gage du behältst. Je näher die Feier, desto höher der Anteil, weil du den Tag kaum noch neu vergeben kannst.
So könnte eine Staffel aussehen. Die Zahlen sind nur ein Beispiel, keine Empfehlung und kein Marktwert.
- Absage mehr als sechs Monate vor der Feier: Die Anzahlung bleibt bei dir.
- Absage zwischen sechs und zwei Monaten vorher: 50 % der Gage.
- Absage weniger als zwei Monate vorher: 80 % der Gage.
Noch ein Punkt gehört hierher: Ein Gast kippt sein Bier über dein Mischpult. Regel im Vertrag, dass der Veranstalter für Schäden durch seine Gäste aufkommt.
GEMA, AGB und Widerruf kurz erklärt
Jetzt wird es kurz rechtlich. Vorweg: Das hier ist keine Rechtsberatung. Lass deine Vorlage am besten einmal von einem Anwalt prüfen, dann kannst du sie jahrelang nutzen.
Laut GEMA meldet der Veranstalter an, nicht der DJ. Eine private Feier braucht keine Lizenz. Halte fest, dass sich dein Kunde darum kümmert, falls eine Anmeldung nötig ist.
Nutzt du dieselbe Vorlage für viele Kunden, sind deine Bedingungen in der Regel AGB (§ 305 BGB). Dann dürfen sie den Kunden nicht unangemessen benachteiligen, und eine zu hohe Pauschale kann unwirksam sein.
Schließt du mit Privatkunden nur per Mail, Telefon oder online ab, kann ein Widerrufsrecht gelten (§ 312g BGB). Ob und wie es bei deinen Aufträgen greift, klärst du mit einem Anwalt.
Ein Hinweis zur GEMA noch: Für Kopien deiner Musik, mit denen du arbeitest, hat die GEMA einen eigenen DJ-Tarif. Der betrifft dich selbst und ist kein Punkt für den Vertrag mit deinem Kunden.
So nutzt du die Checkliste im Angebot
Der beste Moment für den Vertrag ist nicht nach der Zusage, sondern direkt mit dem Angebot. Dann sieht dein Kunde sofort, woran er ist.
- Angebot mit Pauschale: Deine Gage als eine Zahl, dazu was drin ist und der Preis der Verlängerungsstunde.
- Vertrag gleich dazu: Leg den ausgefüllten Vertrag mit Datum, Zeiten und Gage direkt bei.
- Frist setzen: Schreib dazu, bis wann du den Termin für den Kunden freihältst.
- Anzahlung anfordern: Mit der Unterschrift geht die Rechnung für die Anzahlung raus.
So wird aus einer Anfrage in wenigen Schritten eine feste Buchung. Ein sauberer DJ Booking Vertrag nimmt deinem Kunden außerdem die Unsicherheit, weil er alles auf einen Blick sieht.
Ein „Passt, wir nehmen dich“ hält weder Zeiten noch Leistung noch Storno fest.
Du hältst den Termin frei, während der Kunde vielleicht weitersucht.
Wer erst um Mitternacht über den Preis spricht, verhandelt aus der schwächsten Position.
Fazit: Erst unterschreiben, dann auflegen
Ein guter DJ Vertrag ist kein Misstrauen gegenüber deinem Kunden. Er sorgt dafür, dass ihr beide dasselbe erwartet und deine Gage pünktlich bei dir ankommt.
Bevor du ihn ausfüllst, brauchst du die richtige Zahl. Mit dem kostenfreien Gagenrechner findest du deine ideale Gage in unter 60 Sekunden.


